Sprache des Herzens

Während der letzten Woche habe ich in Gedanken die Anbetungszeit für den Englisch-sprachigen Abendgottesdienst vorbereitet. Nach einiger Zeit merkte ich, dass alle Lieder, die mir einfielen, ein ähnliches Thema hatten – Gott unsere Zuflucht in schwierigen Zeiten. Als ich mir dann die Liedtexte näher ansah, fiel mir auch auf, dass alle

- von Psalmen inspiriert waren, und

- Bilder und Symbole verwendeten, in denen sie Gott als Zuflucht, Burg, Zufluchtsort, hohen Fels, Rüstung, Schild, usw beschrieben. Mein Lieblingsbild ist der “Schatten seiner Flügel”.

Das erinnerte mich an etwas, das ich von Leanne Payne gelernt habe – Symbole sind die Sprache unseres Herzens. Sie spechen uns in einer Tiefe an, mit der keine verkopfte Lehre konkurieren kann.

Kein Wunder also, dass diese Lieder so zu mir sprechen. Preist den Herrn für die Autoren der Psalmen, die diese Worte als Erste aufschrieben und für jene, die daraus Anbetungslieder machten.

EInes meiner Lieblingslieder ist von Hillsongs Australia:

Hide me now
Under Your wings
Cover me
Within Your mighty Hand.

When the oceans rise and thunders roar
I will soar with You above the storm
Father, You are King over the flood
I will be still and know You are God

Find rest my soul
In Christ alone
Know His power
In quietness and trust

Ü:

Verbirg mich jetzt
unter deinen Flügeln,
Bedecke mich
mit deiner mächtigen Hand.

Wenn die Meere sich erheben
und der Donner grollt
werde ich mich mit dir
über den Sturm erheben.
Vater, du bist der König
über den Fluten
Ich bin still und weiß
du bist Gott.

Komm zur Ruhe meine Seele
in Christus alleine
Kenne seine Macht
in Stille und Vertrauen.

Ich bete, dass dich das auch segnet.

Trost

… we will follow you, knowing you’ll lead us through • from darkness to your everlasting light • and we will never walk alone • as long as the path is not our own • like a shadow behind you we’ll be – and the way will be clear as long as we…. Follow you.

(aus: My uttmost for his highest – the Covenant CD)

Ich finde die ganze CD total super, aber dieser Text sagt mir im Moment besonders viel. Einfach gut zu wissen, selbst wenn unser Weg manchmal im Dunkeln zu liegen scheint, wir sind nicht alleine solange wir an Jesu Hand bleiben.

Weihnachten im Dorf

Nachdem die Frage immer wieder aufkommt, will ich (bevor das alte Jahr zu Ende geht) kurz berichten, wie Weihnachten hier aussieht. Jedes Mal ist es anders.
Diesmal war es das erste Mal, dass ich ohne meine Kollegin im Dorf war und den 24. auch alleine gefeiert habe. Am Freitag davor hatten wir eine nette Feier mit verschiedenen Kollegen in der nächsten Stadt, wo Mitarbeiter von drei verschiedenen Organisationen dazu kamen. Die Weihnachtslieder haben wir dementsprechend in Englisch, Deutsch, Norwegisch und Französisch gesungen. Es war wirklich nett.
Die einheimische Kirche feiert Weihnachten meistens mit einem Gottesdienst am 25.Dezember. Dabei ist durchaus üblich, dass Freunde von der Mehrheitsreligion hier mit uns feiern oder zumindest zum Grüßen vorbei kommen. So hatten wir auch mehrere Familien aus unserem Dorf eingeladen mit in den Gottesdienst in der Marktstadt zu kommen. Das ist dann immer eine größere Aktion alle dort hin zu transportieren. Außerdem gehört dann auch ein großes Festessen dazu, gefolgt von mehreren Runden Tee. Alles in Allem ein Ganztagsprogramm also.
Aus diesem Grund schien es mir weise am 24. nichts Großartiges zu planen. So habe ich es mir am Abend gemütlich gemacht. Nach einem guten Abendessen mit Kerzen, sang ich einige Weihnachtslieder und nahm mir Zeit Gott für das Weihnachtswunder zu danken. Danach machte ich es mir bei schöner Musik mit einem Buch gemütlich. Insgesamt ein sehr geruhsames Weihnachtsfest, das ich genossen habe.

Lobpreis – OPFER

Die folgende zwei Lieder habe ich in letzter Zeit öfter gesungen. Manchmal war es ein echtes Lobpreis-OPFER war, ein Bekenntnis im Glauben, weil es im krassen Widerspruch schien, zu dem was ich gerade erlebte.

Denn du bist groß
ein Gott der Wunder tut.
Du bist Gott allein
weis mir den Weg o, Herr.
Ich will wandeln vor dir
erhalt mein Herz in deiner Furcht.
Dich nur preise ich Herr mein Gott
von ganzem Herzen
und deinem Namen
geb ich Ehr
in Ewigkeit.
(Gitta Leuschner/Melodie: Marion Warrington)

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.
(Peter Strauch)
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