Quote for today * Zitat für heute

Faith is homesickness.

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Glaube ist Heimweh.

~Friedrich Buechner

Quote for today * Zitat für heute

God gives you just enough time to do His will. If you always feel behind, you’re trying to do more than he intended.

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Gott gibt dir gerade genug Zeit, um seinen Willen zu tun. Wenn du immer das Gefühl hast, im Rückstand zu sein, dann versuchst du mehr zu tun als er vorgesehen hatte.

~ Rick Warren

Quote for today

Francis of Assisi said:

Don’t you know that everybody who encounters you during the day should see something of God’s love in you?

Is this really possible? Yes, but not through our own effort but by opening the “curtains” our hearts, so that the Holy Spirit can enter.

~ Corrie ten Boom (in This Day is the Lord’s)

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Franz von Assisi sagt:

Weißt du nicht, dass jeder der dir im Laufe des Tages begegnet, in dir etwas von der Liebe Gottes sehen soll?

Ist so etwas überhaupt möglich? Ja, aber nicht dadurch, dass man sich anstrengt und abmüht, sondern nur dadurch, dass man die “Vorhänge” des Herzens offen lässt, damit das Licht des Heiligen Geistes hinein dringen kann.

~ Corrie ten Boom (in Dies ist der Tag)

Bist du HSP?

Vor einem halben Jahr entdeckte ich, dass ich HSP (Highly Sensitive Person) bin – das heißt ich bin hoch-sensibel. Das war eine ziemliche Überraschung für mich, da mich bisher nie jemand als zu sensibel bezeichnet hat, eher das Gegenteil. ;-) Ausgelöst wurde das ganze durch meine Überlegung, wie es möglich ist, dass ich einerseits sehr sensible auf Lärm reagiere, aber anderseits in einer großen Menschengruppe das Gefühl habe, halb taub zu sein. Auf Empfehlung einer Freundin habe ich mir ihr Buch über HSP ausgeliehen und den Selbsttest von Elaine Aron gemacht – das Ergebnis war eindeutig: ich bin HSP. Als ich dann auf einem Flug die ersten zwei Kapitel des Buches las, hatte ich am Ende eine Liste von mehr als 20 Dingen, die nichts miteinander zu tun haben, die ich über mich selbst wusste und die typisch für HSP sind. Mir sind ganze Kronleuchter aufgegangen. Seither habe ich andere Bücher gelesen und einiges Neues über mich selbst herausgefunden. Während der letzten Monate entdeckte ich auch, dass alle meine besten Freunde HSP sind. Interessant!

Hier einige Beispiele die im Selbsttest von Elaine Aron vorkommen:

  • man nimmt Feinheiten seiner Umgebung wahr
  • man wird von den Gefühlen anderer beeinflusst
  • man hat an geschäftigen Tagen ein starkes Bedürfnis sich zurückzuziehen
  • man empfindet helles Licht, starke Gerüche, raue Materialien oder Sirenen als überwältigend
  • man hat ein reiches, komplexes inneres Leben
  • man empfindet laute Geräusche als unangenehm
  • man wird von Kunst und Musik tief bewegt
  • man bemüht sich sehr, keine Fehler zu machen und nichts zu vergessen

Um den ganzen Test (in Englisch) zu machen geh auf diese Webpage. Bzw. gibt es einen ähnlichen Test auf Deutsch hier.

Einige Auszüge von HSP Definitionen und Beschreibungen, die man im Internet finden kann:

„HSP sind normale biologische Unterschiede in der Persönlichkeit und Physiologie, die von ca. 15- 20% der Bevölkerung geerbt wurden, und unter allen höheren Tieren zu finden sind. Diejenigen mit diesem Charakterzug nehmen Feinheiten in ihrer Umgebung war.
„Es scheint logisch, dass jene die mehr Feinheiten wahrnehmen daher leicht überwältigt werden von der Fülle der Wahrnehmungen. [Ich denke, dass es vergleichbar ist mit der Erfahrung von Personen mit Hörgeräten, bei denen das natürliche Unterscheiden von wichtigen und unwichtigen Geräuschen fehlt.]
„Der Unterschied ist schwerwiegend, und hat Auswirkungen auf alles was HSP tun sowie ihre körperlichen Reaktionen. Zum Beispiel, sind wir als Gruppe viel sensibler gegenüber Schmerz, Kaffein, Medikamenten, Temperaturen, Licht und Hunger. Wir sind nachdenklicher, tiefgründiger, lernen langsamer aber gründlicher, und sind ungewöhnlich pflichtbewusst.
„Ungefähr zwei Drittel aller HSP reduzieren die Überstimmulierung indem sie Introvertiert sind – d.h. sie bevorzugen wenige enge Freunde, statt sich in großen Gruppen oder mit Fremden zu treffen. Aber ca. ein Drittel der HSP ist Extrovertiert. (www.hsperson.com)

„Ein HSP zu sein ist kein Fehler. Es ist in Wirklichkeit ein erblicher Charakterzug, den man zu seinem Vorteil einsetzen kann. (www.thehighlysensitiveperson.com)

Basierend auf den Einsichten, die ich beim Lesen von Arons Buch erhalten habe, begann ich mich selbst zu beobachten und entdeckte, dass ich wirklich ziemlich oft „überstimuliert“ (Fachausdruck von Elaine Aron) bzw. überfordert bin von Sinnesreizen. Und zwar in Situationen wo ich früher einfach dachte, ich bin müde, gestresst, ‚peopled-out’ („übermenschelt“), usw. oder dass ich einfach wie ein typischer introvertierter Mensch reagiere. HSP nehmen auch leicht die Stimmungen anderer Menschen wahr, was mit ein Grund ist, warum sie sich in Gruppensituationen leicht überfordert fühlen. Ich merke langsam, dass mir das öfter passiert, als ich ursprüngliche dachte.

Ich habe auch festgestellt, dass ich mich in all den Jahren sehr angestrengt habe wie andere „normale“ Menschen zu sein, indem ich mich zwang so viel Lärm, Stress, Menschen, Arbeit, usw. wie andere auszuhalten. Anderseits wurde mir auch bewusst, wie Gott mir geholfen hat, Dinge in meinem Leben zu ändern, die gerade richtig sind für HSP bevor ich wusste, dass ich das bin. Diese Dinge haben mir geholfen die Lärmreiche und Menschenreiche Umgebung hier in Afrika besser auszuhalten.

  • Ich weiß schon länger, dass ich mehr Schlaf als andere brauche, und dass mein Tag nicht gut anfängt, wenn ich von einem Wecker aufgeweckt werde.
  • HSP brauchen mehr Ruhezeiten als andere. Ich bin froh, dass ich über die Jahre mehr solcher Ruhezeiten in meinen Alltag eingebaut habe.
  • Ich brauche eine lange Zeit der Gemeinschaft mit Gott in der Früh, bevor ich bereit bin, den Tag zu beginnen. Für mich bedeutet das vor allem, Zeit in seiner Gegenwart zu verbringen, und nicht wie viele andere eine Aktivität abzuhaken, oft „Stille Zeit“ genannt, bestehend aus strukturierten Gebetszeiten und die Bibel mit einem Plan zu lesen.
  • Wenn ich ausgehe am Abend, brauche ich danach Zeit, um zur Ruhe zu kommen.
  • Routine ist sehr wichtig für meinen Alltag, inkl. regelmäßige Essenszeiten, Mittagsschläfchen und Fitness.
  • HSP tun sich im Allgemeinen schwer mit Veränderungen. Das erklärt warum ich so ungern reise und oft ziemlich lange brauche, bis ich wieder in meine Routine zurück finde, oder mich an eine neue Situation gewöhnt habe.
  • Ich kann besser in einer ruhigen und ungestörten Umgebung arbeiten.
  • Ich kann schlecht mit ständiger Musikberieselung, Unterhaltungen im Hintergrund oder anderen Hintergrundgeräusche umgehen.
  • Ich trinke extrem viel Wasser. Elaine Aron erwähnt, dass das hilft Stress abzubauen. Das erklärt mir, warum ich auch in kühleren Klimazonen viel Wasser brauche. Je mehr ich gestresst bin, desto mehr Wasser brauche ich.
  • HSP sind tiefgründige Denker. Sie haben eine angeborene Vorliebe, Informationen tiefer zu verarbeiten, und z.B. gegenwärtige Situationen so vollständig wie möglich mit ähnlichen Situationen in der Vergangenheit zu vergleichen oder zu analysieren. Dies erklärt, warum ich so lange brauche, um Dinge durch zu denken, inklusive dem Analysieren von Filmen oder TV-Shows. Das gleiche gilt für theoretische Probleme oder Spannungen in Beziehungen. Es erklärt auch, warum ich so lange brauche, bis ich in einem Beitrag zu einer Diskussion formuliert habe, oft erst wenn die anderen bereits beim nächsten Thema sind.
  • Ich lerne nun, meiner Intuition mehr zu vertrauen. Bisher habe ich sie oft ignoriert wenn ich keinen guten Grund oder einen Namen für etwas hatte. Wenn ich zurückdenke, wird mir klar, dass es viele Situationen gab, in denen ich etwas richtig wahrnahm, aber nicht darauf geachtet habe.
  • Ich bin lieber mit ein paar engen Freunden zusammen als auf einer großen Party. Ein Grund dafür ist der höhere Geräuschpegel; der zweite Grund ist, dass es dort oft zu keinen tiefen Gesprächen kommt.
  • Ich glaube, ich bin ein guter Beobachter, und lerne jetzt erst, dass ich wahrscheinlich oft Dinge richtige kombiniere.
  • HSP sind meist sehr begabt in verschiedenen Bereichen (Entwicklung von Theorien, Analyse, künstlerischer Ausdrucksformen, Einfühlungsvermögen, …), aber sie unterschätzen sich selbst oft und verkaufen sich schlecht. Aber diese Gaben können sich nur dann entwickeln, wenn es uns gelingt, einen HSP freundlichen Rahmen zu finden oder zu kreieren. Dies ist eine ständige Herausforderung.

Typisch für HSP, bin ich sehr gewissenhaft – weshalb es mir schwer fällt, mit der Liste aufzuhören, bevor ich alle relevanten Punkte erwähnt haben. ;-)
Aber es reicht auf jeden Fall für einen Anfang. Wenn es dich interessiert, kann ich dir nur empfehlen, das Buch von Elaine Aron zu lesen.

Hier ist eine Liste von Ressourcen über HSP, großteils auf Deutsch:
Das grundlegendste Buch ist von Elaine Aron auf Englisch von Amazon.de erhältlich, gibt es aber auch in deutscher Übersetzung, wie auch ihre Bücher über HSP Kindererziehung und Liebesbeziehungen.

Es gibt auch andere Autoren, die auf Deutsch geschrieben haben:

Georg Parlow – Zartbesaitet. Es gibt von ihm auch einen Nachfolgeband über den Arbeitsplatz. (Ich habe seine Bücher nicht gelesen, kann sie daher nicht ausdrücklich empfehlen.) Damit verbunden gibt es auch eine Internetseite mit vielen Links. Dort gibt es auch einen ausführlicheren Test als der von Elaine Aron.

Ein deutsches Buch aus christlicher Sicht ist „Lasten tragen, die verkannte Gabe“ von Ehepaar Lüling. Ich habe es selber gelesen und kenne viele, die dieses Buch als sehr hilfreich empfanden.

Beide christlichen Bücher (Carol Brown & Ehepaar Lüling) sind von John Sandford (Elijah-House) geprägt, der HSP als Lastenträger bezeichnete und vermutlich schon vor Elaine Aron darüber lehrte, aber selber kein Buch darüber schrieb. Beide Autoren sind von Elijah-House geprägt und verarbeiten Sandfords Ansatz in ihren Büchern weiter.

Nun bin ich natürlich neugierig, wer von meinen Lesern HSP ist.
Weißt du es schon lange? Oder bist du durch diesen Blog-Eintrag drauf gekommen?

Quote for the week * Zitat der Woche

If you want to build a ship,
don’t drum up the men to gather wood,
divide the work and give orders.
Instead, teach them to yearn for the vast and endless sea!

- Antoine de Saint Exupery

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Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen,
um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten,
die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben,
sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer!

~ Antoine de Saint-Exupery

Quote for the week * Zitat der Woche

« Sumu ɲuɔnliɛn kɔlɔn ye n banu kaa a na kai. » (Bozo-Djenaama)
The stranger has big eyes but he does not see anything.
Der Fremde hat große Augen aber sieht nichts.

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« Jirikurun men o men ji la, a te ke bama ye. » (Bambara)
No matter how long a log stays in the water, it doesn’t become a crocodile.
Egal wie lang ein Baumstamm im Wasser liegt, er wird nie ein Krokodil sein.

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« Akpa le tome gake menya tsi fe vevie nyenyeo. » (Ewe)
A fish is in water but does not know the importance of water. (literal translation)
A fish is the last to acknowledge the existence of water. (figurative translation)

Ein Fisch ist im Wasser aber kennt nicht die Wichtigkeit des Wassers. (wörtlich)
Der Fisch ist der Letzte der die Anwesenheit von Wasser bemerkt. (sinngemäß)

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« Kidole kimoja hakivunji chawa. » (Yoruba Swahili)

One finger cannot kill a louse.
Ein Finger alleine kann keine Laus töten.

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These proverbs will be part of my first teaching session tomorrow. Can you guess what the topic will be?

Diese Sprichwörter werde ich morgen in meiner ersten Unterrichtseinheit verwenden. Kannst du erraten worum es gehen wird?

A piece of cake

In this cake filled season, let me add some trivia inspired by a personal experience.

This story started more than three years ago, to be exact on my birthday (at the end of September). A German colleague brought a wonderful cake for coffee break – one that I can eat, namely without sugar and white flour. I thoroughly enjoyed it. At one point I noticed a little discussion among some colleagues, most of them American. The question was whether what we were eating should really be called ‘cake.’ I found this very amusing and decided to do a little research, which later helped me to explain what cognitive anthropology is about.

So what was the problem?

coffee banana bread with chocolate and nutsSchwarzwälder Kirschtorte

My birthday ‘cake’ was what we call in German ‘Kuchen.’ In school we learn that the English word for ‘Kuchen‘ is ‘cake.’ This is beyond controversy but what most English teachers and dictionaries don’t tell you, is what English speakers consider to be ‘cake’ and what not.

Just look at the two pictures above: On the top one a Banana bread (click on the photo and you will find a recipe), on the bottom one a Black forest cake. I have always wondered why ‘Banana bread’ is called bread, when in my understanding it is a cake. My birthday cake was fairly similar, which is why my German colleagues and me called it cake, while the American and British colleagues considered it to be ‘sweet bread.’ In contrast, the Black forest cake is for me as German speaker not a cake but a ‘Torte.’ Now it gets even more complicated because American English has no equivalent for this category. The Brits use at least a French loan word – gateau. The meaning of the French word is very close to the German word ‘Torte‘ but this does not mean that all people using either of these two words (German speakers, Brits, French) necessarily put the same things in this category.

This is probably more than enough information for most people.

However, for those who know some German or want to know more, the following charts might be interesting. They are based on my conversations with two colleagues – one American, one Brit. I asked them to categorize certain types of cake or bread that they knew, including several Austrian specialties. Below you can see what we discovered.

It was most amusing to realize how different you can categorize everyday items in three cultures that are not so far from each other and even have some common roots.

Germans might be puzzled by the heading ‘Mehlspeise’ which is a typical Austrian word, unknown to most Germans, except maybe in the south of Germany, and often misunderstood because it literally means ‘flour dish’ – which could be all kinds of things for Germans but is reserved for sweet ‘flour dishes’ in Austria. The other deviation from Standard German shows that there are even differences in cake categories between Germany and Austria: ‘Topfentorte‘  – note the word ‘Torte‘ in it – is called ‘Käsekuchen‘ (lit. cheese cake) in Germany. ‘Topfen‘ is the Austrian equivalent of ‘Quark‘ in Germany but in this case the end product has the word cheese in it. Who knows why? I did not research these differences.

Whatever you call the things you baked for Christmas, and no matter whether you celebrate Christmas on the 24th in the evening (German/Austrian tradition), or  on the 25th in the morning (British/American tradition) - I wish you a joyful celebration of the birth of Jesus the Christ, Yeshua Ha-Mashiach, Isa Al-Masihu. His coming to earth is the greatest miracle and the reason for our eternal hope. Don’t let this get lost in all the other things connected to Christmas.

Boundaries f2f * Beziehung bauen im Gespräch

(book review)

Cloud, Henry, and John Sims Townsend. 2003. Boundaries face to face: how to have that difficult conversation you’ve been avoiding. Grand Rapids, MI: Zondervan.

I found this book very helpful and wanted to share a little bit about it. The book is about how to handle confrontational talks but the goal is not to have a confrontation but to improve the relationship between two people. Since reading it, I have started to put several aspects into practice and saw how it makes a difference.

What are the aspects of a helpful ‘confrontation’? The table of contents provides a great overview over the important ingredients:

Part 1 – Why do you need to have that difficult conversation?

  • The talk can change your life
  • The benefits of a good conversation

Part 2 – The essentials of as good conversation

  • Be emotionally present
  • Be clear about “You” and “I”
  • Clarify the problem
  • Balance grace and truth
  • Stay on task
  • Use the formula, when you do “A,” I feel “B”
  • Affirm and validate
  • Apologize for your part in the problem
  • Avoid “shoulds”
  • Be an agent for change
  • Be specific
  • Differentiate between forgiving and trusting

Part 3 – Seeing how it is done

  • Telling people what you want
  • Making someone aware of a problem
  • Stopping a behavior
  • Dealing with blame, counterattack and other problems

Part 4 – Getting yourself ready to have the conversation

  • Why you need to be ready
  • How to get ready

Part 5 – Having the difficult conversation with people in your life

  • With your spouse
  • With someone you’re dating
  • With your child
  • With your parents
  • With adult children
  • At work
  • With people in authority

Let me underline some points that I found especially helpful:

-         The importance of preparing yourself for a difficult talk and not feeling embarrassed about it, but explaining that I easily lose the thread and might say things that I did not mean to say and forget things that I find important;

-         Name the problem and don’t let yourself be distracted, by neither yourself nor your dialogue partner. It happens so easily that you get on a tangent. I often fall into the trap of bring up other situations that are similar, but mentioning them all can get overwhelming.

-         Saying honestly what the behavior of the other person causes in you and be specific. Putting this in words can be quite difficult but if I work on this during the preparation, it is a first step towards a solution.

-         The same applies to concrete suggestion of what need to be changed. This can be a challenge but when I think through this during the preparation and try to be specific, I realize what can I expect realistically and what not. I need to be aware that nobody can change completely from one day to the other. Therefore it needs to become clear to myself what exactly I expect from the other person and what is feasible. Unrealistic expectations only cause frustrations on both sides.

-         Don’t expect the talk to solve your negative emotions. They have to be processed before attempting such a talk, with the help of God and friends. The talk has to be motivated by my love for the other person and out of interest to improve out relationship, not to let off steam.

-         We need to honestly express our wishes and needs but not turn them into demands. I give to leave the other person the freedom and not manipulate. I need to be aware that not all my wishes will be fulfilled. It is important not to expect all wishes to be fulfilled, but to share even those wishes and needs that I know cannot be fulfilled. As long as I leave enough freedom to the other person, that’s ok. “Freedom is the precondition for any good relationship.” To not manipulate is one of the biggest challenges for me. Not all forms of communicating my needs are appropriate.

-         Accepting the No of the other person no matter what. If the point is especially important for me, it is better to bring it up again at another occasion. It is also important to express my understanding for the other position (and not assume that the other person knows that). Some solutions will only develop after we understand why the other person reacts a certain way, or says no, or …

-         Listening and asking back, and really try to understand what the other person wants to express. While at the same time avoiding getting side tracked. It is better to postpone side issues to another talk.

This is just a small selection of helpful points in this book. Since reading it several months ago, I noticed time and again how often confrontations are motivated by the desire to blow off steam and the expectation to feel better after doing so. This is basically the contrary of what Cloud and Townsend propose here.

***

Cloud, Henry, and John Sims Townsend. 2005. Grenzen setzen – Beziehungen bauen : so lösen Sie zwischenmenschliche Konflikte ganz praktisch, Neues Leben-Edition. Asslar: Gerth.

Ich fand dieses Buch sehr hilfreich, und möchte einzelne Punkte daraus zitieren. In diesem Buch geht es in gewisser Weise um Konfrontationsgespräche, aber solche die nicht der Konfrontation dienen sollen, sondern der Verbesserung einer Beziehung. Seit ich es gelesen habe, versuche ich manches davon in die Praxis umzusetzen und merke wsa das für einen Unterschied macht.

Was macht ein hilfreiches Gespräch aus? Das Inhaltsverzeichnis liefert einen guten Überblick:

Teil 1 – Warum es wichtig ist, heikle Themen anzusprechen

  • En Gespräch kann das ganze Leben ändern
  • Die Vorteile eines offenen Gespräches

Teil 2 – Was macht ein gutes Gespräch aus?

  • Seien Sie einfühlsam
  • Ich-Botschaften statt Du-Botschaften
  • Das Problem beim Namen nennen
  • Milde und Ehrlichkeit
  • Bleiben Sie beim Thema
  • Wenn du A machst, fühle ich B
  • Bestätigung und Wertschätzung
  • Entschuldigen Sie sich für Ihren Anteil an dem Problem
  • Verzichten Sie auf “Eigentlich-solltest-du” Sätze
  • Helfen Sie dem anderen, sich zu ändern
  • Seien Sie präzise
  • Vom Unterschied zwischen Vergebung und Vertrauen

Teil 3 – So geht’s

  • Wünsche und Bedürfnisse mitteilen
  • Ein Problem ansprechen
  • Eingefahrene Verhaltensweisen müssen sich ändern
  • Vorwürfe, Gegenangriffe und andere Stolpersteine

Teil 4 – Vor dem Gespräch

  • Warum es wichtig ist, sich vorzubereiten
  • Eine gute Vorbereitung

Teil 5 – Konfrontationsgespräche mit verschiedenen Personen in Ihrem Leben

  • Mit Ihrem Ehepartner
  • Mit dem möglichen Partner fürs Leben
  • Mit Ihrem Kind
  • Mit Ihren Eltern
  • Mit Ihren erwachsenen Kindern
  • Mit Mitarbeitern / Arbeitskollegen
  • Mit Autoritäten

Im Folgenden einige Punkte die ich hilfreich fand:

  • Die Wichtigkeit der Vorbereitung, und mich nicht dafür genieren, sondern erklären, dass ich sonst leicht den Faden verliere und Dinge sage, die ich eigentlich nicht möchte
  • Das Problem beim Namen nennen und sich nicht ablenken lassen, von sich selber oder vom Gesprächspartner. Es passiert so leicht, dass man vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Ich sehe dann auch leicht Parallelen mit anderen Situationen, aber sie alle in einem Gespräch zu erwähnen ist nicht hilfreich. Für den anderen wird es leicht überwältigend.
  • Ehrlich sagen wie es mir mit etwas geht, was das Verhalten des anderen bei mir auslöst. Das ganz konkret zu formulieren, kann relativ schwierig sein, aber wenn ich das in der Vorbereitung durchdenke, dann ist das schon ein Schritt hin zur Lösung.
  • Genauso geht es mit den konkreten Vorschlägen was sich ändern sollte. Das selber Durchdenken kann eine Herausforderung sein, aber es hilft weil mir vielleicht selber klar wird, dass sich der andere nicht von heute auf morgen in einen anderen Menschen verwandeln kann. Darum ist es wichtig, mir selbst klar zu werden, was genau möchte ich vom anderen und was ist machbar. Unrealistische Erwartungen schaffen nur Frustrationen auf beiden Seiten.
  • Nicht vom Gespräch die Lösung für meine negativen Gefühle erwarten, sondern das zuerst mit Gott und anderen Freunden erreichen, und dann aus Liebe zum anderen und aus Interesse an der gemeinsamen Beziehung, die Dinge ansprechen.
  • Die Wünsche und Bedürfnisse äußern, darf man nicht verwechseln mit Forderungen stellen. Man muss dem anderen die Freiheit lassen und nicht manipulieren. Nicht alle Wünsche können erfüllt werden. Es ist wichtig nicht die Erfüllung aller Wünsche zu erwarten, aber es ist wichtig auch jene Wünsche und Bedürfnisse zuäußern, die nicht erfüllt werden können. Solange ich dem anderen die Freiheit lasse, ist das kein Problem. Nicht manipulieren ist für mich einer der schwierigsten Aspekte. “Freiheit ist die Voraussetzung für jede gute Beziehung.” Nicht jede Form des Mitteilens ist angemessen.
  • Das Nein des anderen grundsätzlich akzeptieren. Wenn es mir wirklich wichtig ist, dann bei einer späteren Gelegenheit darauf zu sprechen zu kommen. Dabei ist es wichtig, Verständnis für den anderen auszudrücken. Manche Lösungen ergeben sich auch erst, wenn man versteht warum der andere so reagiert, oder nein sagt, oder …
  • Zuhören und Rückfragen, sich bemühen den anderen zu verstehen. Gleichzeitig aber auch nicht ablenken lassen. Nebenthemen auf ein anderes Mal verschieben.

Das ist eine kleine Auswahl von hilfreichen Punkten in diesem Buch. Seit ich es vor mehreren Monaten gelesen habe, fiel mir immer wieder auf, wie oft Konfrontationen vom Wunsch Dampf abzulassen motiviert sind, und der Erwartung, dass man sich danach besser fühlt. Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem was Cloud und Townsend in dem Buch empfehlen.

Quote for the week * Zitat der Woche

Fitting for today’s name saint, a quote from his name sake Nicholas of Cusa:

All my endeavors are directed towards you, because all your endeavors are directed at me. All my looking is focused on you and I will never turn my eyes from you, because you surround me with your imperturbable gaze. You are the center of my love, because you, who is the love in person, has turned so completely to me. And what, o Lord, is my life if not your loving embrace with which you hold me tight.

The Vision of God: Nicholas of Cusa

***

Passend zum heutigen Tagesheiligen, ein Zitat von seinem Namensvetter Nikolaus von Kues:

All meine Bemühungen gelten dir, weil all deine Bemühungen mir gelten. All meine Blicke sind auf dich gerichtet und niemals wende ich meine Augen ab von dir, weil du mich mit deinem unbeirrbaren Blick umfängst. Dir allein gilt meine ganze Liebe, weil du, der du doch die Liebe selbst bist, dich ganz und gar mir zugewandt hast. Und was, Herr, ist mein Leben, wenn nicht die liebevolle Umarmung, mit der du mich festhältst.

Vom Sehen Gottes. Ein Buch mystischer Betrachtung: Nikolaus von Kues

The Vision of God: Nicholas of Cusa,

Quote for the week * Zitat der Woche

The Hebrew word  ‘shalom‘ is often translated in the Bible with perfection, health, well-being, contentment, peace, quiet, tranquillity, good human relationships, friendship with God through the covenant, absence of war and conflict.

Jim Wilder defines it in this way:

Shalom is when everything is in the right relationship, at the right time, in the right place, with the right strength and in the right amount for God and people … and nobody feels a need to change a thing.

***
Das hebräische Wort “Schalom” wird in der Bible oft übersetzt mit Vollkommenheit, Gesundheit, Wohlergehen, Ruhe, Stille, Frieden, Zufriedenheit, gute menschliche Beziehungen, Freundschaft mit Gott durch den Bund, Abwesenheit von Krieg und Konflikt.
Jim Wilder definiert es so:

Schalom bedeutet wenn alles im richtigen Verhältnis ist, zur richtigen Zeit, am richtigen Platz, in der richtigen Stärke und im richtigen Ausmaß für Gott und Menschen … und niemand hat das Bedürfnis, irgendetwas daran zu ändern.

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